Das 5. Loch in quadratischen Brettchen | 5th hole


... wozu braucht man das eigentlich? In der Literatur steht immer nur, dass ein zusätzlicher Faden im Mittelloch dazu benutzt wurde, um das Gewebe zu verstärken – was es natürlich auch tut.

 

Birgit Höffmann kam auf die Idee, das 5. Loch als Musterfaden zu verwenden! Sie hat dazu zwei Möglichkeiten aufgezeigt. Ich habe das im Potshausener Herbstworkshop 2014 nach ihrer Anleitung ein bisschen ausprobiert:

Der Faden im Mittelloch bleibt immer in der Mitte des üblichen Faches, den man mit 4-Loch-Brettchen erhält, und zwar, egal, wie man die Karten dreht. Insofern halbiert der fünfte Faden das Fach und simuliert zwei Fächer, ähnlich wie beim echten Doppelgewebe (nicht mit Double Face zu verwechseln).

Hier zeige ich mein Experiment mit einem fünften (gelben) Faden im Mittelloch in einer Kontrastfarbe. Den Mittelfaden habe ich an einigen Stellen mit dem Finger an die Oberfläche (Vorderseite) geholt ("aufgelesen") und anschließend den Schussfaden eingelegt. 

Ich habe allerdings stets nur das "obere" Fach benutzt, somit flottiert der Kontrastfaden sehr deutlich auf der Rückseite und wird nicht verwebt. Der 5. Faden im Mittelloch ist jedoch nicht gut "planbar". Mal erscheint er sehr deutlich, mal geht er doch irgendwie unter, auch wenn ich, wie hier gezeigt, den 5. Faden in vier aufeinanderfolgenden Schüssen an derselben Stelle an die Oberfläche geholt habe. Dies ist jedoch nur eine der Möglichkeiten, die Birgit ausgearbeitet hat.

 

ES TUT MIR LEID, ABER MICH HAT DAS 5. LOCH NICHT ÜBERZEUGT. ICH HABE DEN FÜNFTEN FADEN NACH EINIGER ZEIT ABGESCHNITTEN UND OHNE IHN WEITERGEWEBT, DAMIT ER MICH NICHT WEITER ÄRGERT ...

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