Das Weben ist eine Technik, bei der die Fäden in Längsrichtung (= Kette/Kettfäden) mit den Fäden in Querrichtung (= Schuss/Schussfäden) verwoben werden. Beim Brettchenweben kommt hinzu, dass die Kettfäden darüber hinaus durch die Löcher eines Pappbrettchens (das "Brettchen" kann auch aus Holz oder Metall bestehen) hindurchgefädelt werden.

Das Brettchen ist in der Regel quadratisch und hat

4 Löcher in den Ecken (es gibt auch drei- oder sechseckige Brettchen, die hier jedoch zunächst nicht betrachtet werden).

Hier bekommt ihr Kärtchen zum selber Ausdrucken!

 

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Für die Brettchenwebtechnik benötigt man ein spezielles Webgestell

Hier webe ich gerade ein schmales Köperband: Die Kettfäden laufen rund um die Stifte des Webgestells. Der Beginn des gewebten Bandes liegt am vorderen Stift, hinter dem gewebten Band befinden sich die Karten, durch die die Kettfäden verlaufen. Das Fach, durch das das Schiffchen geführt wird, befindet sich zwischen Ende des gewebten Bandes und den Kärtchen.

Mini-Video Brettchenweben

Wir ihr feststellen werdet, bin ich keine Expertin in Sachen Video. Dies ist mein erster Versuch ... Aber ich arbeite dran :)


Brettchenweben Karten drehen

Die Brettchen werden gemäß Webbrief entweder eine

Vierteldrehung "vorwärts" oder "rückwärts" gedreht (würde man 4-mal in dieselbe Richtung drehen, stünde das Brettchen wieder in der ursprünglichen Stellung).



Kartenstellung | Tablet direction – Schärung | Threading direction

Brettchenweben Kartenstellung

Alle Fäden je Brettchen werden stets von einer Seite zur anderen geführt. Da die Brettchen (ideellerweise) parallel zu den Kettfäden stehen, gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder laufen die Fäden von

• rechts vorne nach links hinten oder

• von links vorne nach rechts hinten.

 

Hier gibt es zwei Betrachtungweisen:

a) Betrachtet man die Fäden, spricht man von S- oder Z-Schärung.

b) Betrachtet man die Stellung der Brettchen (oder Karten), spricht man von Z- oder S-Kartenstellung (siehe Schemazeichnung).

 

Dabei entspricht die Bezeichnung S-Schärung der Bezeichnung Z-Kartenstellung und umgekehrt.


Die Stellung des Kärtchens beeinflusst die Verdrillung der Kettfäden und somit das Erscheinungsbild des gewebten Musters. 


© Claudia Wollny (vorher: Schmidt)

 

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